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Herzlich willkommen am 4. Juni 2020,

nun ist es öffentlich: am 15. Juni will die Bundesregierung die Reisewarnung für Griechenland aufheben und durch Reisehinweise ersetzen.

Aktuell gilt noch die Kontrolluntersuchung auf Corona bis 15. Juni bei Anflug nach Athen oder Saloniki. Jeder muß in einem zugewiesenen Hotel in Athen bleiben für einen Nacht und darf dann bei negativem Befund zu seinem Ziel weiterreisen. Danach werden nur noch zufällig ausgewählte Personen kontrolliert.  Immer verweisen die Verantwortlichen auf die zu erwartende Zahl der Reisenden, deren Kontrolle zeitaufwendig seien. Schnell könnte der Zwangsaufenthalt ausgedehnt werden.

Eine Reiserücktrittversicherung zahlt nur, wenn der oder die Versicherte zuhause unerwartet krank wird oder durch Ereignisse wie den Tod naher Verwandter, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen ist. Sie zahlt nicht bei Krisen im Reiseland oder dem neuerlichen "Lockdown". Befällt den Reisenden bloße Angst, zahlt sie nicht. Manche Anbieter versichern die Pandemiefolgen nicht.

Zurückhaltung vor einer meiner Wanderreisen nach Griechenland empfehle ich für den aktuellen Zustand noch wegen des abzuwartenden Verhaltens der Touristen. Da in Nordgriechenland die Zahl der Infektionen schon steigt, wird auf das drohende Ende der Lockerung hingewiesen bis zu einem Stopp des Tourismus. Kritisch verfolgen die Griechen das Verhalten in Deutschland, wie es in Berlin während der "Rave-Party" bei der steigenden Zahl der kleineren Zahl von Privatveranstaltungen zu sehen war. Nicht alle wollen zu ihrem Glück gezwungen werden. Steigen bei uns die Infektionen, können Touris aus Deutschland umfassender kontrolliert oder Flüge verboten werden. 

Ein Hauptproblem ist die ordnungsgemäße Verwaltung und Kontrolle der Ausbreitung mit schneller Verfolgung, Isolierung und möglicher Quarantäne von Gebieten, abhängig vom Volumen und Ausbreitung in der Gemeinde. 

Im Oktober waren die kleinen Inseln immer spärlich besucht. Bisher waren alle meine Zielinseln virusfrei. Für die einzige Übernachtung in Kardamena auf Kos bin ich ohne Sorge, war es vorwiegend von Engländern besucht, die nun ausbleiben werden. Nisyros ist gut besucht nur Juli-August. Die Tagesbesucher kamen nur wegen des Vulkans. In Symi ist es ähnlich wegen fehlender Strände. Wanderer sind auf beiden Inseln kaum unterwegs. Fährverbindungen sind schon angezeigt. Diese Einschätzungen gelten für alle Herbsttermine.

Ich aktualisiere nun regelmäßig und informiere Sie hier.  Die griechischen Zeitungen schreiben kritisch, umfangreich und präzise. Ich hoffe für kontrolliert handelnde Reisende.

 

"Land und Leute kennenlernen" "abseits des Massentourismus" sind gängige Slogans der Reisebranche. Auf meinen Seiten finden Sie hoffentlich nur wenige unüberprüfbare Versprechungen. Die Beschreibungen der Reisen sind bewußt dürftig, weniger aus Sorge vorm Kopieren, mehr aus Vorsicht, die geweckten Hoffnungen in Griechenland nicht erfüllen zu können. 

Wanderungen auf eher verborgenen Esels-, Mönchs- und Ziegenpfaden durch schöne Landschaften mit tollen Ausblicken und freundliche Griechen. Sie wohnen an ruhigen, außer-ordentlichen Plätzen in Familienpensionen oder Hotels mit Meerblick und allem nötigen Komfort. Sie haben viel Zeit für Muße während der Wanderungen durch mohnbetupfte Olivenhaine und kräuterduftende Landschaft. Abends sitzen Sie zufrieden mit sich, essen wie Zeus in den probegegessenen urigen Tavernen, was Sie begehren aus dem Angebot und gänzlich anders, vielfältiger und schmackhafter als beim angepassten Griechen hierzulande.                                                                                      

Das vorliegende Programm ist das Mindestprogramm. Alle Treffen mit Griechen ergeben sich oder eben nicht. Nur die Einladung des Pfarrers auf Sifnos in sein Arbeitshaus erfolgt in Absprache, abhängig von seinem Dienstplan. Seine einfachen Gerichte schmecken besser als irgendwo, mit unwiderstehlichem Charme schenkt er Wein nach.

Ich freue mich darauf, auch Sie im Kreis der Griechenlandwanderer begrüßen zu können. Es sind kunterbunte Häufchen, Alleinreisende und Paare, die sich in den kleinen Gruppen schnell zusammenfinden und unkompliziert unterwegs sein wollen.

Ihr

Gerhard Körmer

 In memoria Stelios Karvelis, ein Original